Bettwanzen bekämpfen lassen in Berlin

Bettwanzen waren in Berlin und ganz Europa nahezu ausgerottet, heute sind sie wieder auf dem Vormarsch. Und das hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun: Die Parasiten werden als "Urlaubssouvenir" eingeschleppt oder gelangen mit Second-Hand-Gegenständen in die Wohnung. Lesen Sie hier, woran Sie einen Befall erkennen und wie Sie die Plage möglichst rasch wieder in den Griff bekommen.

Was sind Bettwanzen und wie sehen sie aus?

Die Bettwanze (Cimex lectularis) ist ein auf Menschen und andere Warmblüter spezialisierter Blutsauger. Die ausgewachsenen Tiere sind sie bis zu 7 mm lang und dunkelbraun gefärbt. Im Hungerzustand ist ihr Körper papierdünn abgeflacht, wodurch sich Bettwanzen ausgezeichnet in Ritzen und Spalten zwängen können. Die Weibchen legen Tag für Tag Eier und erzeugen so im Laufe ihres Lebens bis zu 500 Nachkommen. In ihren Larvenstadien sind Bettwanzen nur etwa 1 mm groß, hell gefärbt und dadurch äußerst schwer erkennbar.

Wie machen sich Bettwanzen bemerkbar?

Bettwanzen halten sich tagsüber in Verstecken wie Matratze, Lattenrost, Mauerritzen, hinter Möbeln, Steckdosen oder Bilderrahmen auf. Erst nachts schwärmen sie zum Blutsaugen aus. Da sie dabei eine betäubende Substanz absondern, wird der Biss meist nicht unmittelbar bemerkt.

Wanzenbisse äußern sich nicht bei jedem Menschen gleich. Häufig entstehen rote, stark juckende Pusteln, die in Gruppen oder Linien angeordnet sind. Die Hautreaktionen können auch mit einer Verzögerung von einigen Tagen auftreten oder manchmal ganz ausbleiben.

Für Laien ist ein Wanzenbefall schwer erkennbar. Die Tiere sind lichtscheu und daher praktisch nie zu sehen. Mögliche Anzeichen für einen Wanzenbefall sind:
  • Kotspuren: Oft hinterlassen Bettwanzen in ihren Verstecken (z.B. am Lattenrost, an der Rückseite von Möbeln) durch ihren Kot kleine schwarze Punkte.
  • Häutungshüllen: Zusätzlich können bräunliche Häutungshüllen (Nymphenhäute) in den Verstecken einen Hinweis auf einen Wanzenbefall geben.
  • Geruch: Bei einem starken Befall ist in den betroffenen Räumen oft ein süßlicher Geruch wahrnehmbar.

Können Bettwanzen Krankheiten übertragen?

Theoretisch können Bettwanzen als Blutsauger Krankheitserreger übertragen. Bisher wurde aber sehr selten von Infektionen nach Wanzenbissen berichtet. Durch starkes Kratzen an den juckenden Quaddeln treten manchmal im Nachhinein Hautinfektionen auf. Bei manchen Menschen kann es auch zu allergischen Reaktionen kommen.

Kann man Bettwanzen selbst bekämpfen?

Eine bestehende Bettwanzen-Kolonie erfolgreich zu bekämpfen ist sehr aufwendig, da alle erwachsenen Tiere, Larvenstadien und Eier in ihren Verstecken vernichtet werden müssen. Vor allem die Eier sind enorm widerstandsfähig gegen konventionelle Gifte. Zudem sind die Parasiten in den letzten Jahrzehnten gegen viele Wirkstoffe resistent geworden. Setzt man Insektizide in Wohnräumen unsachgemäß ein, kann das auch die eigene Gesundheit gefährden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, die Schädlinge nur in angrenzende Räume zu vertreiben, wodurch sich die Wanzenplage unkontrolliert ausbreitet!

Falls Sie den Verdacht auf einen Bettwanzenbefall haben, sollten Sie im ersten Schritt einen Fachmann konsultieren. Nur ein professioneller Schädlingsbekämpfer kann zweifelsfrei feststellen, ob es sich wirklich um Wanzen handelt. Falls Sie in Berlin zur Miete wohnen, dann informieren Sie unbedingt Ihren Vermieter. Gegebenenfalls muss er die Kosten tragen.

Was macht der Schädlingsbekämpfer?

Der Profi wird sich zunächst ein genaues Bild von der Lage machen. Er muss beispielsweise überprüfen, welche Räume überhaupt befallen sind und ob es Fluchtrouten gibt, durch die die Parasiten in andere Gebäudebereiche abwandern könnten.

Zur Bekämpfung von Bettwanzen werden vor allem zwei Methoden angewendet: Chemische Mittel (Insektizide) und Wärme- oder Kältebehandlungen (thermische Verfahren).

Beim Bekämpfen von Bettwanzen mit Insektiziden wird der Fachmann das Insektengift gezielt in den Verstecken der Tiere ausbringen. Auf diese Weise bleibt die Belastung der Raumluft gering. Wichtig ist zudem, dass es sich um Mittel mit Langzeitwirkung handelt. Denn gegen die Eier der Bettwanzen sind Insektizide weitgehend wirkungslos. Erst nachdem die Larven geschlüpft sind, können sie die Gifte aufnehmen. Die Behandlung erstreckt sich daher immer über Wochen und eine mehrmalige Kontrolle kann notwendig werden, ob wirklich alle Tiere vernichtet wurden. Zusätzlich kann der Schädlingsbekämpfer auch Wärme- oder Warmdampf-Verfahren einsetzen. Bei Temperaturen über 55° C sterben Bettwanzen inklusive Eiern und Larvenstadien ab.

Wie lässt sich einem Bettwanzenbefall vorbeugen?

Sie sollten unter allen Umständen vermeiden, Bettwanzen in die eigene Wohnung einzuschleppen. Falls Sie befürchten, sich in einem Hotelzimmer Wanzen eingefangen zu haben, können Sie Ihre Gepäckstücke von uns oder einem der anderen Berliner Schädlingsbekämpfer mit Stickstoff oder Kohlendioxid begasen lassen.

Bei Second-Hand-Waren gehen Sie auf Nummer Sicher, wenn Sie die Gegenstände (falls möglich) in eine Plastiktüte einpacken und für 3 Tage in den Gefrierschrank legen. Auch einen Waschgang mit mindestens 60° C überleben die Tiere nicht.